Vereinbarkeit von Privatleben und Schule

Teacher Light
Meine Gedanken

Vereinbarkeit von Privatleben und Schule – ein ständiger Balanceakt zwischen Beruf, Verantwortung und Selbstfürsorge.

Die Vereinbarkeit von Privatleben und Schule ist für mich kein fertiges Ziel, sondern ein ständiger Balanceakt. Ich liebe meinen Beruf, aber er nimmt auch viel Raum ein. Schule endet nicht, wenn die Schulglocke klingelt – sie begleitet uns nach Hause, in unsere Abende und manchmal bis in unsere Nächte.

Lehrerin zu sein bedeutet für mich mehr als unterrichten. Es heißt auch: auffangen, ermutigen, zuhören, organisieren, motivieren – und dabei oft die eigenen Grenzen zu verschieben. Genau darin liegt die Herausforderung: Wie bleibe ich selbst in meiner Kraft, wenn so viele an mir ziehen?

Die unsichtbare Last

Vieles, was wir tragen, sieht von außen niemand:

  • die Verantwortung für jedes einzelne Kind in der Klasse,
  • die Sorgen um Schülerinnen und Schüler, die zu Hause keine Unterstützung haben,
  • das Jonglieren zwischen Unterricht, Elterngesprächen, Konferenzen und Zusatzaufgaben,
  • das Gefühl, nie ganz fertig zu sein.
Manchmal ist es, als ob Schule ein Fass ohne Boden wäre – man könnte unendlich viel hineinfüllen, und es wäre immer noch Platz für mehr.

Und doch…

Trotz allem liebe ich meinen Beruf. Ich liebe die Momente, wenn Kinder über sich hinauswachsen, wenn sie stolz strahlen, wenn sie Vertrauen schenken. Aber genau deshalb ist es so wichtig, auf mich selbst zu achten – nur wenn es mir gut geht, kann ich für andere da sein.

Was mir hilft

  • Klare Grenzen: Arbeit hat ein Ende – und manchmal darf eine Mail bis morgen warten.
  • Bewusste Pausen: Kleine Rituale wie ein Spaziergang oder Musik helfen, innerlich loszulassen.
  • Austausch: Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen entlasten und zeigen: Ich bin nicht allein.
  • Mein „Warum“: Ich bin Lehrerin, weil ich Kinder begleiten will – nicht, um mich selbst zu verlieren.
Plane bewusst Zeiten ein, die tabu für Schule sind – auch wenn es nur eine Stunde am Abend ist. Sie wirkt wie ein kleiner Schutzraum.

Ein ehrlicher Wunsch

Ich wünsche mir eine Schulkultur, in der wir offen über Belastung sprechen dürfen, ohne das Gefühl, schwach zu wirken. Eine Kultur, in der Selbstfürsorge nicht als Egoismus gilt, sondern als Teil von Professionalität.

„Vereinbarkeit bedeutet nicht, alles im Griff zu haben – sondern immer wieder neu die Balance zu suchen zwischen Schule und Leben, Verantwortung und Herz für sich selbst.“

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Fazit: Vereinbarkeit bedeutet nicht, dass alles perfekt funktioniert. Es heißt, dass ich mir erlaube, immer wieder neu ein Gleichgewicht zu suchen – zwischen Schule und Zuhause, Verantwortung und Selbstfürsorge.

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„Wer immer nur für andere da ist, verliert irgendwann sich selbst. Wahre Stärke liegt darin, auch die eigenen Grenzen zu achten.“