Umgang mit schwierigem Verhalten

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Umgang mit Schwierige Schüler

Umgang mit schwierigem Verhalten im Unterricht – praxisnah, respektvoll und sofort umsetzbar.

Jede Lehrkraft kennt diese Momente: Ein Kind testet Grenzen, unsere Geduld und manchmal auch unsere Nerven. Wichtig ist mir dabei immer: Hinter jedem Verhalten steckt ein Grund. Kein Kind steht morgens auf und denkt sich: „Heute mache ich der Lehrerin oder dem Lehrer das Leben schwer.“ Schwieriges Verhalten ist oft ein Hilferuf – und genau so sollten wir es auch sehen.

Drei Grundprinzipien im Umgang mit schwierigem Verhalten

1. Beziehung kommt vor Erziehung

Wenn ein Kind spürt, dass ich es ernst nehme und ihm wohlgesinnt bin, verändert sich schon viel. Beziehung ist die Grundlage – ohne sie greifen Regeln oder Konsequenzen kaum.

2. Klare Strukturen geben Halt

Rituale, feste Regeln und verlässliche Reaktionen machen den Alltag für alle sicherer. Klare Strukturen sind wie ein Geländer: Sie geben Orientierung, wenn es schwierig wird.

3. Ruhig bleiben – konsequent statt strafend

Nicht jeder Machtkampf muss ausgefochten werden. Ich versuche, ruhig zu bleiben und konsequent zu handeln, ohne in eine Strafspirale zu geraten.

Merke: Konsequenz bedeutet Vorhersehbarkeit. Strafe wirkt willkürlich und zerstört Beziehung.

Alltagstipps für schwierige Situationen

Hier sind fünf konkrete Methoden, die mir im Klassenzimmer helfen:

  • Stärken sehen: Gerade Kinder, die oft negativ auffallen, blühen auf, wenn man ihre positiven Seiten betont.
  • Ich-Botschaften nutzen: „Ich merke, dass du gerade unruhig bist“ wirkt ganz anders als „Du störst schon wieder!“.
  • Kleine Wahlmöglichkeiten geben: „Willst du die Aufgabe hier vorne oder am Fenster bearbeiten?“.
  • Störungen früh wahrnehmen: Ein Blick, ein kurzer Hinweis oder ein Positionswechsel im Raum reicht oft schon.
  • Nicht alles persönlich nehmen: Kinder testen Grenzen, aber sie greifen damit nicht uns als Person an.
Praxis-Tipp: Plane kleine Routinen ein, die immer gleich ablaufen. Sie nehmen Spannung raus und geben Sicherheit.

Selbstfürsorge nicht vergessen

Wir dürfen auch an uns selbst denken. Nach einer anstrengenden Stunde reflektiere ich: Was hat gut funktioniert? Was war schwierig? Und manchmal hilft es, einfach mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu reden. Wir müssen nicht alles allein tragen.

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Fazit: Schwieriges Verhalten im Unterricht ist kein persönlicher Angriff, sondern ein Signal. Mit Beziehung, klaren Strukturen und Ruhe kannst du souverän reagieren – und Schritt für Schritt ein entspanntes Lernklima schaffen.

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„Kein Kind sucht den Konflikt. Es sucht immer nur einen Weg, gesehen, verstanden und gehalten zu werden.“